Trauerbegleitung

Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.
Laozi (6. Jahrhundert v. Chr.)

In meiner Arbeit als Psychologin in der onkologischen Reha, in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Trauercafé und in meinem eigenen Leben, bin ich viel mit dem Thema Tod und Sterben in Berührung gekommen. Der Verlust eines lieben Menschen und auch eine eigene schwere Erkrankung wirft meistens viele Fragen auf. Die häufigste Frage ist dabei: Ist mein Umgang mit der Situation der richtige? Bin ich richtig so? Die Antwort auf die erste Frage ist, dass es keine Antwort gibt, auch wenn das Umfeld oder die Gesellschaft häufig meint zu wissen, was es zu tun oder zu lassen gilt . Trauer ist immer individuell und Sie dürfen so trauern, wie es sich für Sie richtig anfühlt. Aus meiner Sicht ist es das Wichtigste, dass überhaupt erstmal ein Raum für die eigene Trauer geschaffen wird, was im Alltag oft zu kurz kommt. Diesen Raum stelle ich in meinen Einzelgesprächen zur Verfügung. In dieser Zeit darf alles da sein: Traurigkeit, Wut, Lachen, Weinen, Freude, Stille. Trauer verläuft in Wellen und ist letzendlich gleichbedeutend mit dem Heilungsweg, ganz egal wie lange es dauert.

Des Menschen Seele gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es, und immer wieder nieder zur Erde muss es, ewig wechselnd.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Da ich als Psychologin der Schweigepflicht unterliege, vertrauen mir Menschen häufig Dinge an, die sie noch niemandem erzählt haben, aus Angst nicht ernstgenommen zu werden oder ausgelacht zu werden. Aus diesem Grund habe ich schon viele Berichte sowohl über Erlebnisse mit Sterbenden gehört als auch über eigene Erfahrungen bei lebensbedrohlichen Situationen, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen.  Sollten Sie also selber solche Erfahrungen gemacht haben, finden sie bei mir einen Ort, an dem Sie Ihre Erfahrungen teilen können.